Inhalte und Module

Der Masterstudiengang Changing Societies besteht aus dem Grundlagenmodul „Theories and Methods of Changing Societies“ (12 KP) und den drei thematischen Modulen „Bodies, Objects, Circulation“ (24 KP), „Sustainable Societies: Inequality, Power, Conflict“ (24 KP) und „Global Modernity and Difference“ (24 KP).

Zum Bestehen des Studiengangs müssen zwei aus den drei thematischen Modulen ausgewählt werden. In jedem der beiden gewählten Module muss eine Seminararbeit geschrieben werden.

Der Studiengang wurde zum Herbstsemester 2026 grundlegend reformiert. Für Informationen zu den Inhalten nach der alten Studienordnung klicken Sie bitte hier

 

Theories and Methods of Changing Societies

Das Grundlagenmodul „Theories and Methods of Changing Societies“ umfasst die Kurse Fundamentals of Qualitative Research, Fundamentals of Quantitative Research sowie das Theoriekolloquium. Die beiden Methodenkurse vermitteln zum einen grundlegende Kenntnisse in quantitativer und qualitativer Sozialforschung und leiten zum anderen die forschungsnahe Reflexion von Theorieperspektiven und -konzepten an. Im Theoriekolloquium werden Studierende darin angeleitet, Theorieperspektiven und -konzepte auf sich wandelnde Gesellschaften zu diskutieren und zu reflektieren. Es wird empfohlen, die Methodenausbildung (Kurs plus Tutorat in qualitativer und quantitativer Forschung) im ersten Studienjahr zu absolvieren und das Theoriekolloquium im zweiten Studienjahr, begleitend zur Ausarbeitung der Masterarbeit.

Modul „Bodies, Objects, Circulation“

Das Modul führt die Studierenden in wichtige sozialwissenschaftliche Ansätze ein, um Körper und Objekte als machtvolle politische und soziale Einheiten zu verstehen. Auf der Grundlage von Anthropologie, feministischen und Queer Theorien, Materialitätstheorien und Wissenschafts- und Technikstudien untersucht es, wie Körper und Objekte durch ihre Beziehungen zu Bildern und Infrastrukturen innerhalb von Kapital- und Kontrollsystemen entstehen. Zu den Themen gehören Migration und Vertreibung, globaler Tourismus, humanitäre Interventionen, Waren- und Popkulturen sowie Museums- und Kulturerbe-Politik. Die Studierenden untersuchen auch, wie Objekte, von Konsumgütern bis hin zu technischen und kulturellen Artefakten, von lebendigen Wesenheiten und inerter Materie bis hin zu technologischen und epistemischen Instrumenten, Beziehungen zwischen Individuen, Staaten, Märkten und Institutionen vermitteln. Im gesamten Modul wird darauf geachtet, wie Ideen, Kapital und Governance-Praktiken wie Überwachung und Militarisierung sowohl global als auch lokal zirkulieren. Die Lehrveranstaltungen dieses Moduls vermitteln eine klare konzeptionelle und methodische Grundlage für die kritische Auseinandersetzung mit Mobilität, Materialisierung und Macht und bereiten die Studierenden darauf vor, aktuelle gesellschaftliche Probleme in einer vernetzten Welt zu analysieren.

Modul „Sustainable Societies: Inequality, Power, Conflict“

In diesem Modul werden Lehrveranstaltungen zu den Schwerpunktthematiken Ungleichheit, Ressourcen und Konflikt angeboten. Die Lehrveranstaltungen vermitteln Theorien und Ansätze der Politikwissenschaft, der Internationalen Beziehungen sowie der Nachhaltigkeitsstudien. Ausserdem bieten die Lehrveranstaltungen eine intensive Auseinandersetzung mit und Anwendung von empirischen sozialwissenschaftlichen Methoden. Im Zentrum stehen Fragen zu politischer und sozialer Ungleichheit, politischer Repräsentation, dem Funktionieren von politischen Institutionen sowie zu inner- und zwischenstaatlichen Konflikten und der Friedensförderung. Des Weiteren werden in den Lehrveranstaltungen Fragen zur gerechten Verteilung von Ressourcen, nachhaltigen politischen und wirtschaftlichen Prozessen und zu den Folgen des Klimawandels diskutiert. Das Modul verbindet eine Einführung in die grundlegenden theoretischen Ansätze und vermittelt gleichzeitig die aktuelle Forschung zu den genannten Themenbereichen.

Modul „Global Modernity and Difference“

Das Modul befasst sich mit den globalen Dimensionen der Moderne und legt einen besonderen Fokus auf das Zusammenspiel von Integration und Differenz. Es vermittelt zentrale Theorien der Moderne und Modernisierung sowie deren Kritik und aktuelle Weiterentwicklungen. Behandelt werden sowohl historische als auch gegenwärtige Prozesse sozialer (Ent)Differenzierung, unterschiedliche Modernisierungspfade in westlichen und nichtwestlichen Kontexten sowie die Bedeutung von Kultur, Geschlecht, Klasse und Ethnizität für die Strukturierung globaler Ungleichheiten. Die Studierenden setzen sich mit theoretischen Ansätzen und empirischen Fallstudien auseinander, um globale Transformationsprozesse zu verstehen. Ziel ist es, die globale Vielfalt der Ausprägungen der Moderne zu beleuchten und kritisch zu reflektieren, wie Modernität und Differenz miteinander verwoben sind. Diskutiert werden zudem globale Machtverhältnisse und deren Einfluss auf Wissensproduktion und kollektive Identitäten. Das Modul fördert die Fähigkeit, komplexe soziale Dynamiken analytisch einzuschätzen und normativ zu bewerten.

Weiterführende Informationen zum Aufbau des Studiums und zu allen inhaltlichen Modulen finden Sie in der Wegleitung des Studiengangs. 


Der Studienplan bietet eine Übersicht über Studienaufbau und -struktur des Studiengangs:

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