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Viktoria Jansesberger im Unisonar-Podcast: Klimapolitik und Gerechtigkeit

Podcast

Klimaschutz – wissenschaftlich klar, politisch komplex. Warum stossen Massnahmen gegen den Klimawandel so oft auf Widerstand obwohl die wissenschaftliche Faktenlage eindeutig ist?

In der neuen Folge des Podcasts «Unisonar» spricht Politikwissenschaftlerin Viktoria Jansesberger darüber, weshalb Klimapolitik vor allem eine Frage von Gerechtigkeit, sozialer Ungleichheit und politischer Akzeptanz ist. Denn sobald Klimaschutz konkrete Folgen hat – höhere Energiepreise, neue Vorschriften, veränderte Gewohnheiten – stellen sich grundlegende Fragen: Wer trägt die Kosten? Wer profitiert? Und warum sollte jemand Nachteile in Kauf nehmen für ein Ziel, das so abstrakt und weit weg wirkt?

Jansesberger zeigt, dass diese Konflikte nicht durch bessere Aufklärung allein zu lösen sind. Sie verweist auf strukturelle Hürden: Auf internationaler Ebene fehlt eine höhere Autorität, die verbindliche Lösungen durchsetzen könnte – Verpflichtungen bleiben oft freiwillig und damit politisch fragil. Auf nationaler Ebene haben nicht alle die gleichen Möglichkeiten, sich politisch einzubringen. Wer weniger Zeit, Geld oder Zugang zu Information hat, wird seltener gehört – und bestehende Ungleichheiten verstärken sich.

Trotz dieser Spannungen sieht Jansesberger Anlass zur Zuversicht. Viele Menschen hätten konkrete Ideen, wie Klimapolitik besser gestaltet werden könnte. Fortschritt entstehe selten durch den einen grossen Wurf, sondern durch viele kleine Schritte, die von einer breiten Mehrheit getragen werden.

Ein Gespräch über Spannungen, blinde Flecken und darüber, warum Klimapolitik vor allem eine Frage des Zusammenlebens ist: Unbedingt reinhören!

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