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Gleich in drei aktuellen Medienbeiträgen ordnet der Repräsentationsforscher Dr. Daniel Höhmann vom Fachbereich PoWi die Rolle junger Menschen in der Schweizer Politik ein.
Er geht dabei insbesondere auf das Spannungsverhältnis zwischen mangelnder Repräsentation und politischem Engagement ein: Ein Beitrag von SRF beleuchtet die Zusammensetzung des Einwohnerrats in der Gemeinde Riehen: Über 17 % der Mitglieder sind unter 34 Jahre alt — deutlich mehr als im Nationalrat, wo der Anteil bei rund 6 % liegt. Höhmann bezeichnet diesen Fall als schweizweit einzigartig. Politische Gremien in der Schweiz seien in der Regel älter geprägt, junge Menschen meist deutlich unterrepräsentiert. T
rotz ihrer zahlenmässigen Minderheit könnten die jungen Riehener Politikerinnen und Politiker Einfluss gewinnen — etwa durch Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg und durch gezielte Präsenz in Kommissionen. Derselbe Beitrag lief auch im Echo der Zeit auf SRF Radio.
Im Rahmen der Sendung Punkt6 von Telebasel wird zudem eine Diskussionsveranstaltung vorgestellt, bei der Jungparteien an einem Gymnasium über Politik debattieren. Höhmann beobachtet, dass sich junge Menschen häufig eher über Aktivismus engagieren und seltener Teil einer Partei sind. Weil die Politik stark von älteren Menschen geprägt ist, fühlten sich Jüngere weniger repräsentiert — Formate wie diese Gymnasiumsdiskussion könnten diesem Gefühl entgegenwirken.
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