Ort: Vesalianum, Raum EO.16, Vesalgasse 1, 4051 Basel
Veranstalter:
G3S
Traditionelle Männlichkeit steht heute mehr denn je zur Disposition. Gleichzeitig erhalten patriarchale Bilder und Praktiken vielfach neue Zustimmung. Versucht man, dieser Paradoxie auf den Grund zu gehen, stößt man auf die vielen, oftmals unreflektierten und ungelösten Ambivalenzen, Widersprüche und Abwehrreflexe männlicher Existenz, wie sie etwa im Werk des Autors Karl Ove Knausgård zu Tage treten. Vorgestellt wird ein Verfahren, dass in die Analyse von literarischen Männlichkeitsdiskursen diskret autobiographische Erfahrungen des Forschenden
einfließen lässt. Ziel des Verfahrens ist die Beförderung einer dialogischen Öffnung der Erforschung und Reflexion von Geschlecht und Männlichkeit.
Toni Tholen lehrt Literaturwissenschaft und -didaktik an der Universität Hildesheim. Er forscht insbesondere zu Männlichkeiten, zur Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, zur Literaturtheorie sowie zu Formen des autobiographischen und essayistischen Schreibens. Seine neueste Veröffentlichung Männlichkeit und Existenz – Über Karl Ove Knausgård ist 2025 bei Transcript erschienen.
Dieser Vortrag findet im Rahmen eines Workshops mit Toni Tholen zu Männlichkeit und Existenz am 12. und 13. März 2026. Interessierte am Workshop sind gebeten, sich bis zum 1. März bei Matthias Luterbach (m.luterbach@unibas.ch) und Dina Bolokan (bolokan@protonmail.com) zu melden.
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