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In seinem Gastkommentar im Tages-Anzeiger analysiert der Basler Soziologe Oliver Nachtwey, warum die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» auch über das bürgerliche Lager hinaus Anklang finden könnte.
Sein Befund: Eine zunehmend verbreitete Mentalität des Nullsummendenkens – die Vorstellung, dass der Kuchen nicht mehr wächst und die Vorteile anderer die eigenen Nachteile sind – verschiebt gesellschaftliche Konflikte von ‘oben gegen unten’ hin zu ‘Etablierte-gegen Aussenseiter’.
Schwächeres Wirtschaftswachstum, stagnierende Aufstiegschancen und Austeritätspolitik führen laut Nachtwey dazu, dass Mangel (z.B. an bezahlbarem Wohnraum) nicht mehr politischen Entscheidungen, sondern Zugewanderten zugeschrieben wird.
Bei Annahme der Initiative würde die Schweiz dem internationalen Trend zur Abdichtung folgen – gegen die Warnungen von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden.
Sehr lesenswert!
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