Sarah Khayati

The encounter of Middle Easterners with and their experience in Switzerland

Die Anwesenheit von Immigranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika in Europa geht bereits auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Auch wenn ihre Zahl erheblich geringer war und sie keine Schlüsselfiguren innerhalb der politischen Landschaft Europas darstellten, so haben sie doch offensichtliche Spuren im Europa der Zwischenkriegsjahre hinterlassen. Weiterhin lässt sich festhalten, dass die bisherige Forschung zu antikolonialen Gruppierungen, antiimperialistischen Aktivisten, nationalen Bewegungen sowie pan-religiösen Bestrebungen von Nicht-Europäern innerhalb Europas sich vor allem auf die Hauptstädte der Großmächte – Paris, London oder Berlin – konzentriert. Jedoch ist auch die Schweiz ein wichtiger und vor allem sicherer Knotenpunkt für politische Flüchtlinge und Aktivisten aus dem Mittleren Osten gewesen. Ausgehend von diesen beiden Beobachtungen untersucht das Dissertationsprojekt die Präsenz von Immigranten aus dem Nahen Osten – zumeist Studenten oder politische Flüchtlinge, die aus ihren Heimatländern entweder vor den Mandatsmächten oder vor ihren eigenen Regierungen flohen – innerhalb der Grenzen der Schweizerischen Eidgenossenschaft sowie ihre Erfahrungen und Begegnungen mit der Schweizer Gesellschaft und den Verwaltungsbehörden zwischen 1919 und 1948. Das Projekt bringt somit zwei Disziplinen zusammen: Schweizer Geschichte und Islam-/Nahostwissenschaft.

Supervisor: Maurus Reinkowski

Co-Supervisor: to be determined

 

Bio:
Sarah Khayati studierte Islamwissenschaft (M.A.) und Politikwissenschaft (Dipl.-Sowi.) an der Westfälische Wilhelms-Universität in Münster. Seit 2015 ist sie Doktorandin am Seminar für Nahoststudien der Universität Basel und Mitglied der Graduiertenschule Social Sciences (G3S).

Mitgliedschaften: MUBIT