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SUMMARY:Queer-feministische Perspektiven auf Demokratie II: Geteilte Sorge 
 und Sicherheit
DESCRIPTION:«Sicherheit» und «Sorge» werden im Kontext queer-feministis
 cher Demokratietheorie oft gegenläufigverwendet. «Sicherheit» erscheint
  primär als politisches Konzept\, mit dem auf nationaler und globalerEben
 e die Militarisierung der Gesellschaft und der Einsatz staatlicher Gewalt 
 gegen soziale Minderheitenund die politische Opposition gerechtfertigt wer
 den kann. In diesen Sicherheitsdiskursen artikuliert sichein Verständnis 
 von Politik\, das auf dem Prinzip von Kampf\, Bedrohung und Verteidigung b
 asiert und dieMacht patriarchaler\, cis-heteronormativer und ethno-nationa
 listischer Normen verstärkt. Im Gegensatzdazu gilt «Sorge» resp. «Care
 » aus queer-feministischer Perspektive als ein ethisch-politisches Konzep
 t\,das eine Vision gerechter\, solidarischer und nachhaltiger gesellschaft
 licher Verhältnisse denkbar machtund in der alltäglichen Praxis veranker
 t. Statt wie im Sicherheitskonzept auf Prinzipien von Kampf undKonflikt ba
 siert Care auf dem Primat und der Anerkennung sozialer Bezogenheit.In dies
 er Gegenüberstellung geht allerdings verloren\, dass auch «Sicherheit» 
 aus queer-feministischerPerspektive eine grundlegende normative Referenz d
 arstellt. Sicherheit erscheint unverzichtbar\, um dasGrundrecht aller Gesc
 hlechter und Sexualitäten zu garantieren\, frei von Gewalt\, Unterdrücku
 ng\, Einschüchterungund Prekarität zu leben und sich individuell und gem
 einschaftlich entfalten zu können.Beide Konzepte\, Sicherheit und Sorge\,
  bieten demnach queer-feministischer Politik und Ethik einenormative Orien
 tierung. Statt die Begriffe als Gegensätze zu konzipieren\, erscheint es 
 hilfreicher\, siezueinander in ein Verhältnis zu setzen. Wie verändert s
 ich die Bedeutung von Sicherheit\, wenn sie alsSorgepraxis gedacht wird? U
 nd wie lässt sich Sorge auf die Bereitstellung von Sicherheit ausrichten?
 Sind die Konzepte von Sicherheit und Sorge systematisch ko-konstitutiv? Un
 d wie lassen sie sich alsdemokratische Praktiken bestimmen? Diese Fragen e
 röffnen einen Raum\, um Sorge und Sicherheitkonsequent in ihren demokrati
 etheoretischen und normativen Dimensionen zu reflektieren und für eineque
 er-feministische Vision einer gerechten Gesellschaft und demokratischen Po
 litik zu nutzen.\\r\\nPDF mit Details [t3://file?uid=1882]\\r\\nAnmeldung:
  ggsb-genderstudies@unibas.ch
X-ALT-DESC:<p>«Sicherheit» und «Sorge» werden im Kontext queer-feminist
 ischer Demokratietheorie oft gegenläufig<br />verwendet. «Sicherheit» e
 rscheint primär als politisches Konzept\, mit dem auf nationaler und glob
 aler<br />Ebene die Militarisierung der Gesellschaft und der Einsatz staat
 licher Gewalt gegen soziale Minderheiten<br />und die politische Oppositio
 n gerechtfertigt werden kann. In diesen Sicherheitsdiskursen artikuliert s
 ich<br />ein Verständnis von Politik\, das auf dem Prinzip von Kampf\, Be
 drohung und Verteidigung basiert und die<br />Macht patriarchaler\, cis-he
 teronormativer und ethno-nationalistischer Normen verstärkt. Im Gegensatz
 <br />dazu gilt «Sorge» resp. «Care» aus queer-feministischer Perspekt
 ive als ein ethisch-politisches Konzept\,<br />das eine Vision gerechter\,
  solidarischer und nachhaltiger gesellschaftlicher Verhältnisse denkbar m
 acht<br />und in der alltäglichen Praxis verankert. Statt wie im Sicherhe
 itskonzept auf Prinzipien von Kampf und<br />Konflikt basiert Care auf dem
  Primat und der Anerkennung sozialer Bezogenheit.<br />In dieser Gegenübe
 rstellung geht allerdings verloren\, dass auch «Sicherheit» aus queer-fe
 ministischer<br />Perspektive eine grundlegende normative Referenz darstel
 lt. Sicherheit erscheint unverzichtbar\, um das<br />Grundrecht aller Gesc
 hlechter und Sexualitäten zu garantieren\, frei von Gewalt\, Unterdrücku
 ng\, Einschüchterung<br />und Prekarität zu leben und sich individuell u
 nd gemeinschaftlich entfalten zu können.<br />Beide Konzepte\, Sicherheit
  und Sorge\, bieten demnach queer-feministischer Politik und Ethik eine<br
  />normative Orientierung. Statt die Begriffe als Gegensätze zu konzipier
 en\, erscheint es hilfreicher\, sie<br />zueinander in ein Verhältnis zu 
 setzen. Wie verändert sich die Bedeutung von Sicherheit\, wenn sie als<br
  />Sorgepraxis gedacht wird? Und wie lässt sich Sorge auf die Bereitstell
 ung von Sicherheit ausrichten?<br />Sind die Konzepte von Sicherheit und S
 orge systematisch ko-konstitutiv? Und wie lassen sie sich als<br />demokra
 tische Praktiken bestimmen? Diese Fragen eröffnen einen Raum\, um Sorge u
 nd Sicherheit<br />konsequent in ihren demokratietheoretischen und normati
 ven Dimensionen zu reflektieren und für eine<br />queer-feministische Vis
 ion einer gerechten Gesellschaft und demokratischen Politik zu nutzen.</p>
 \n<p><a href="t3://file?uid=1882">PDF mit Details</a></p>\n<p><br />Anmeld
 ung: ggsb-genderstudies@unibas.ch</p>
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